Ab 2017 wird die Einstufung pflegebedürftiger Personen durch das Neue Begut­achtungs­assessment (NBA) geregelt. Hierbei werden sowohl körperliche, geistige wie auch psychische Einschränkungen gleichermaßen erfasst.

Der Pflegegrad der pflegebedürftigen Person wird also erstmals in seiner Gesamtheit betrachtet. Das entscheidende Kriterium soll dabei die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen in Bezug auf ihre körperliche und geistige Verfassung sein. Bislang wurde überwiegend der körperliche Aspekt berücksichtigt. Der neue Fokus kommt daher besonders Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung zugute, die bisher benachteiligt wurden.

Maßgeblich bei der neuen Definition des Pflegebedürftigkeitsbegriffs sind die Pflegebedürftigkeit (an sich) und die Beeinträchtigung der Selbständigkeit.

Was gehört zu alltäglichen Verrichtungen?

Die Alltagstätigkeiten, die bei der Einstufung in den Pflegegrad berücksichtigt werden, sind vier Bereichen zugeordnet:

Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Frisieren, Rasieren, Toilettengang)
Ernährung (mundgerechte Zubereitung (nicht Kochen) des Essens, Hilfe bei der Nahrungsaufnahme)
Mobilität (Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen und Stehen, Treppensteigen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung, z. B. wegen eines Arztbesuchs)
Hauswirtschaftliche Versorgung (Einkaufen, Kochen, Putzen, Waschen, Heizen)

Entscheidend für den Pflegegrad ist der Hilfsbedarf in der Grundpflege, also Körperpflege, Ernährung sowie Mobilität.

Wer sich hingegen noch selbst waschen und anziehen, alleine essen und sich bewegen kann, aber den Haushalt ohne Unterstützung nicht mehr schafft, wird kaum als pflegebedürftig eingestuft werden

Allgemein werden die neuen Pflegegrade wie folgt definiert:

Pflegegrad 1: geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 2: erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 3: schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 4: schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 5: schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

Pflegelücke selbst berechnen

Unter Berücksichtigung der voraussichtlich benötigten Pflegedienstleistungen, dem jeweiligen Bundesland und dem Grad der Pflegebedürftigkeit, ermittelt der Pflegelückenrechner Ihre durchschnittlichen Kosten und die Erstattung durch die Pflegeversicherung. Abhängig von Ihren möglichen (monatlichen) Eigenleistungen wird dadurch die gegebenenfalls entstehende Finanzierungslücke bzw. die Pflegelücke errechnet.

Hier finden Sie den Rechnner